Es gibt zwar nicht viel (erfreuliches) zu berichten, ich hab trotzdem gesagt, ich schreib kurz dazu:
eines meiner Amano-Weibchen hatte endlich Eier (es hat eine Weile gedauert, ich hab glaub ich auch fast nur Männchen) und zum Glück hat es eigentlich genau gepasst mit der Abgabe der Eier, es war gleich mal nach dem Urlaub in Kroatien. Gedauert hat es ca. vier Wochen, aufgeschrieben hab ichs mir aber nicht.
Im Unterschied etwa zu den Red Fire sind die Amanos (Caridina japonica) jedenfalls dem "einfachen" Vermehrungstyp zuzuordnen, nicht dem spezialisieren. Sie entlassen keine fertig entwickelten Jungen, sondern kleine Larven - dafür bis zu 1000! -, die sich über mehrere Larvenstadien erst zu richtigen Garnelen hin entwickeln müssen. Vor allem brauchen diese Larven (ist nicht bei allen Garnelenlarven so!) Brackwasser, um wachsen zu können.
Ich hab die Larven nach dem Schlupf in ein extra Becken überführt und dieses aufgesalzen und mit Algen versorgt, leider auch mit Rädertierchen.
Die Larven kann man recht leicht abfischen, es geht auch mit einem Schlauch; sie gehen zum Licht hin - positiv phototaktisch sind sie, nennt man das glaub ich - und sammeln sich z.b. bei einer Taschenlampe, die man auf die Glasscheibe richtet. Nur hatte ich nur sehr, sehr wenige Larven, obwohl die Garnelen in den letzten zwölf Stunden die Larven abgegeben haben muss, zuvor hatte sie sie noch dran! Kann mir nur vorstellen, dass sie gefressen wurdne, in dem Becken ist alles mögliche an Getier drinnen.
Die paar Larven im Extrabecken hab ich dann mit Meerwasser versorgt, sodass die Salinität bei ca. 25 Promill Salzgehalt war. Hab viele einzellige Algen dazugegeben, auch etwas Spirulina-Pulver und etwas Liquizell dazu. Belüftung dazu, nicht zu stark.
Da ich bei einem Zuchtbericht zu den Nashorngarnelen gelesen habe, einer hätte es mit Rädertierchen sehr gut geschafft, hab ich ihnen auch Rädertierchen (leben im Salzwasser) dazugegeben, diese hätten von den Larven gefressen werden sollen. War aber wohl nicht so clever, weil sich die Brachionus - ungeschlechtlich durch Teilung - in knapper Zeit unglaublich vermehrt haben, die ganzen Algen zusammen gefressen haben und so den Larven die Nahrungsgrundlage entzogen haben.
Ob es wirklich das war, weiß ich nicht genau. Jedenfalls seh ich von den paar Larven nach vier Tagen keine einzige mehr, auch nicht bei Nacht mit Taschenlampe.
Wär ja eh ein riesen Glück gewesen, wenn gleich beim ersten Mal was aufgekommen wär, das hab ich auch gar nicht erwartet, aber dass der Versuch so schnell zu Ende ist, ist doch schade. Wollte zumindest ein paar Larvenstadien beobachten.
Naja, bei der nächsten Gelegenheit werd ichs natürlich wieder versuchen und vielleicht läufts da etwas besser ;-)
Man sieht es eh auf dem Foto auch, das Wasser ist nicht mehr grün, sondern richtig gelblich vor lauter Rädertierchen. Es müssen viele tausend sein, die sich rasend schnell vermehrt haben. Jetzt noch mit Algen füttern bringt nichts, da vermehren sich halt nur die Rädertierchen weiter (die ich ja eh so auch getrennt halte).
Nächstes Mal werde ich auf Futtertiere - zumindest Brachionus-Rädertierchen - verzichten und es allein mit lebenden und toten Algen probieren. Außerdem macht es bei so wenig Larven von Anfang an kaum Sinn, kommt mir vor, das nächste tragende Weibchen setz ich vielleicht gleich um und lass sie die Larven in dem Becken abwerfen, in dem ich sie großziehen versuchen will und gebe dann die Mutter raus. Oder so.... :-)
...bin wieder dran, vor vier Tagen hat mein großes Weibchen ihre Larven entlassen!
Diesmal war ich klüger und hab sie frühzeitig in ein separates Becken (okay, es ist mehr ein umfunktioniertes kleines Plastikterrarium ;-)) untergebracht und sie dann rausgefischt.
Zuerst hab ich überhaupt nichts gesehen und hatte schon Angst, dass die Larven gleich tot zur Welt gekommen sind oder die Mutter sie aufgefressen hat, was ja eigentlich unrealistisch genug ist. Trotzdem, entdecken konnte ich nichts, obwohl die Mama-Garnele ohne Eier war.
Trotzdem habe ich eine ganze Menge flüssiger Salzwasseralgen reingegeben und dann noch etwas aufgesalzen, sodass ich jetzt bei etwas über 20 Promill Salzgehalt bin. Es gibt da viele Diskussionen um den Salzgehalt, aber ich glaube eigentlich nicht, dass das so heikel sein dürfte.
Wenn man bei Nacht die Taschenlampe an eine Ecke des Beckens hält, kommen eine ganze Menge hübscher kleiner Larven zum Licht, sehen wirklich nett aus! Belüfte leicht.
Jetzt kann ich nur warten, hin und wieder was zufüttern und schauen, was passiert...
Im Grunde glaube ich, dass - so wie z.B. die Brüder Logemann schreiben - eine ganze Portion Glück dazugehört, um die Larven aufzuziehen. Viel machen kann man eh nicht, nicht einmal Wasser wechseln im Augenblick, solange die Tiere so winzig sind. Vermutlich muss man einfach hartnäckig sein. Blöd ist nur, dass ich nur ein Weibchen zu haben scheine oder eben nur ein Weibchen, das bisher getragen hat.
Als großen Vorteil bei der Sache sehe ich dafür, dass ich lebendes Algenplankton verwenden kann. Das hat den Vorteil, dass sich das Futter selbst vermehrt und die Wasserqualität dabei auch noch verbessert wird.
Sie leben noch! Zumindest einige, zum Zählen kommt man da eh nicht wirklich. Mal sehen, wie es weiter geht.
Zum Füttern: klar, Irene, das mach ich ja eh auch. Aber bei LIquizell und Mikrozell ist dann doch immer die Gefahr, dass man es mit dem Füttern übertreibt. Dosiere vorsichtig jeden Tag etwas zu.
Die lebenden Algen haben halt den Vorteil, dass die Larven "im Wasser selbst" viel an Nahrung finden. Man setzt die Algen sonst eigentlich ein, damit die Futtertiere (für Fischlarven z.B.) angereichert werden. Aber für die Garnelenlarven sind die Algen direktes Futter; im Grunde ist das ja auch nichts anderes als das Liquizell. Nur sind die Algen im Liquizell um einiges konzentrierter, dafür aber tot.
Unglaublich, sie (zumindest einige der Larven) leben immer noch! Zumindest hab ich gestern mit der Taschenlampe auf Nacht einige entdeckt. Da man aber nicht besonders weit ins Wasser reinsieht, kann ich unmöglich sagen, wie viele es noch sind. Auch schwimmen sie nur vereinzelt zum Licht, weil ich die Strömung etwas erhöht habe und sich die Larven fast nicht selber bewegen können, sondern im Prinzip nur treiben lassen. Das Becken ist jetzt eigentlich ideal: überall haben sich Algen gebildet, die als Futterquelle dienen können.
Trotzdem mach ich mir Sorgen, weil die Larven - nach den Bildern, die man im Netz findet - eigentlich schon ganz anders aussehen sollten.
Sie sind außerdem winzig, insofern wird es ewig dauern, bis die fertigen Garnelen halbwegs eine Größe haben, dass man sie etwa mit kleinen Fischen vergesellschaften kann, die sie nicht einfach als Futter ansehen. Mal schauen, was sich in den nächsten Tagen und Wochen tut, zu viele Hoffnungen auf Erfolg mach ich mir eigentlich aber immer noch nicht.
Dafür ist das Garnelenweibchen schon wieder hochträchtig... :-)
Weiß jemand, ob die ausgewachsenen Amanos eigentlich auch - wie die Larven - in Brackwasser leben können?
Weiß jemand, ob die ausgewachsenen Amanos eigentlich auch - wie die Larven - in Brackwasser leben können?
Ich glaube da gibt es wenig konkretes dazu.
Eine Aufsalzung mit 1 g/L ist sicher nicht bedenklich, aber dauerhaft würde ich mich nicht trauen die Tiere bei mehr als 2-3g/L zu halten.
naja die amanos sind halt so eine sache manchmal gehts und manchmal nicht und keiner weiß wieso ,so kommts mir halt vor,aber du kriegst das sicher mal hin wenn nicht jetzt dann ein anderes mal nur nicht aufgeben
denke mich zu erinnern gelesen zu haben ,das schon leute versucht haben adulte tiere in brackwasser zu halten ,die aber alle leider nicht lange lebten , ich würds nicht riskieren auch wenns viel vereinfachen würd .
reizen einen versuch zu starten würds mich ja auch schon länger aber mein schatzel kriegt die großen augen wenn sie salzwasser hört egal wie gross und welcher salzgehalt
ich halt dir auf jeden fall die daumen ,dass wenigstens ein paar groß werden