Hy!
Ja, das ist krass.
Letzten Frühling bin ich mit Ronja in meiner Nähe bei der Kranebitter Allee spazieren gegangen. Ich bekam dann einen Anruf von einer Freundin und drehte ihr für ungefähr 30 Sekunden den Rücken zu und schwupps war sie weg. Ich dachte mir: okay, gottseidank ist sie schon mal nicht auf die Strasse gelaufen, also kann sie ja nur irgendwo zwischen den parkenden Autos oder hinter einem Busch versteckt sein. Ich such und such, dann werde ich stutzig unds laufe in die angrenzenden Seitenwege, die zu einer Reihenhaussiedlung reinführen...kein Kind...ich rufe und rufe vergeblich. Da hab ich echt Panik bekommen, weil ich befürchtete irgendwer könnte sie ins Auto geworfen haben und weggefahren sein.

Nach etwa einer Viertelstunde seh ich sie schließlich mit einem Mann am Gehsteig stehen- ich stürme los, weil ich schon das schlimmste befüchte, dann läuft sie mir entgegen und ich frage sie, wo sie denn gewesen sei. Sie meinte nur: "Auf Abenteuerjagd." Und dann erklärte sie noch, daß sie den Mann fragen wollte, ob er mit ihr mitgehen möchte, aber der wollte offenbar nicht mit ihr kooperieren...
Ich war aber nicht minder schrecklich - meine Mutter war mit mir in Italien am Strand, als ich etwa 2-3 Jahre alt war. Als sie kurz abgelenkt war, bin ich anscheinend losmarschiert und habe den Strand erkundet. Weil ich ja die ganzen Aufrufe, die sie dann durch die Lautsprecher durchsagen ließ, noch nicht verstand, bin ich halt immer weiter und weiter durch die Tausenden Sonnenhungrigen hindurch gelaufen bis man mich ca. 2km weiter bei einer Eisdiele erkannte, mich mit einem Eis hineinlockte und mich so dazu überreden konnte auf meine Mama zu warten. Meine Mama muß damals jauch befürchtet haben, daß ich im Meer ersoffen bin oder mich jemand einfach mitgenommen hat...
LG
Irene