Vor 2 Monaten habe ich für die Tochter von meiner Freundin, bzw. für ihre 2 Wasserschildis ein 250 Liter Becken mit eingebauten Landteil organisiert. Ich weiss dass es für die 2 Weibchen immer noch zu klein ist, aber immer besser als das, wie sie bis jetzt leben mussten::
Nein, das ist kein nachgestelltes Foto, oder eine Aufnahme während der Haupteckenreinigung. Die 2 haben tatsächlich 3 Jahre in einem 40x25x25 Becken gelebt. Es gab deswegen immerwieder heftige Diskussionen zwischen der Freundin und mir aber als ob ich Erbsen an die Wand geworfen hätte... Abgeben kommt nicht in Frage, ein grosses Becken besorgen und eirichten dafür gab es keine Zeit. Weil mir die 2 leid getan haben, habe ich die Sache selbst in die Hand genommen, recherchiert, gesucht, geplant, Nächte am pc verbracht.. sehr zum Unmut von meinem Freund
Komplet eingerichtet ist das Becken noch nicht, es gibt noch viel zu tun, aber es ist ein 100x50x50 Becken mit Landteil, Filter, Beleuchtung, Kies. Paar Anubias und jede Menge Wasserlinsen habe ich auch schon bereit. Wasserstand ist derzeit noch ca. 20 cm, haben eine Notsonneninsel reingestellt da Rampe zum Landteil noch nicht fertig und Korkrinde für Sonnenterasse noch nicht geliefert. Später wird das Becken mit ca. 150-180 Liter Wasser gefüllt. Die ersten Minuten im neuen Becken waren nicht lustig, die Schildis wollten verzweifelt raus und ich war etwas skeptisch ob sie nach 3 Jahren überhaupt noch schwimmen können (sorry, habe sonst nicht viel Ahnung von Schildkröten, habe mich nur wegen den 2 Armen etwas schlau gemacht). Aber die Schildis paddeln jetzt fröhlich und neugierig herum und es scheint ihnen recht zu gefallen... no na net
Kies ist auf der anderen Seite des Becken, es wird noch nachgefüllt. Meine Freundin hat ständig behauptet sie habe zuhause die 25-30 kg Kies, von den ich gesprochen habe. In Wirklichkeit (und klarerweise am Samstag Abend) hats dann so ausgeschaut:
Das Wasser wird noch öfters gewechselt, da der erste Wassertest (Tröpfchentest) hat einen Nitritwert von 0,5 mg/L gezeigt. Ok, sofort Wasserwechsel und messen... hartnäckige 0,5 ! Also nochmals WW und wieder messen NO2 = 0,5 !!! Das gibts doch nicht! Oh doch... wie wir leider feststellen mussten das Wasser kommt so schon aus der Leitung
So komme ich endlich zu meiner Frage: wie weit ist Nitrit für die Schildis giftig, oder für andere Tiere (es gibt Katzen, Ratten, Hamster) bzw. auf Dauer auch für Menschen? Gibt es etwas was man machen kann? Bezirksamt, Gesundheitsamt oder ein anderes Amt informieren? Oder ist es normal dass so ein Wasser als Trinkwasser durchkommt? Und was dazwischen mit dem Wasser im Becken? Nitrivec oder etwas Ähnliches verwenden? Gut dass sich die Kleine vor 3 Jahren schtat Wasserschildkröten nicht für Zierfische entschlossen hat...
Solange keine Beifische drin sind - no Problem! Den Schildkröten sind Dinge wie Nitrit und Nitrat völlig wurscht. Das einzige, was sie nicht mögen, das ist in ihrem eigenen AA zu schwimmen, deswegen muß ein Filter die Kackhäufchen mechanisch rausfiltern.
Danke für die Antwort, bin jetzt wirklich beruhigt. Allerdings ist mein Vorhaben, paar Guppsen (hab noch auch andere rote, nicht nur die Langflosser) als Beifische der kleinen Betty zu schenken dadurch hinüber.
Ist das aber allgemein ein Grund irgendwas zu unternehmen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass nitrithaltiges Wasser österreichischer Norm entspricht
durch abfallstoffe (kot) entsteht amonium dann nitrit und dann nitrat ,wobei nitrat nahrung für die pflanzen sind und in geringen mengen unschädlich für tiere.amonium und nitrit ist giftig.
...äääh Michael, das mag wohl stimmen, aber meine Frage hier betrift nicht Nitrit im Aquarium, sondern Nitrit im Leitungswasser, bzw. was im solchen Fall zu tun ist
Könnte evtl mit dem Schmelzwasser zu tun haben...ich weiß ja nicht, woher eure Leitung gespeist wird, aber bei Grundwasser kann so etwas sicher vorkommen. Nitrit ist ja in diesen Konzentrationen eigentlich primär nur für Fische wirklich gefährlich.
Wegen Beifischen: bei Schmuckschildkröten ist das ohnehin ein wenig schwieriger als bei Schlammschildkröten. Rot ist natürlich die Lieblingsfarbe aller Reptilien, d.h. rote Fische werden es ganz besonders schwer haben. Am besten geht es noch mit eher farblosen, schnellen Fischarten. Gerade bei Guppies sollte man eher kurzflossige und schlichter gefärbte Tiere nehmen, die man noch als Jungtiere einsetzt - dann lernen sie u.U. noch rasch genug, daß sie den Schildkröten ausweichen müssen. Auch junge Antennenwelse kann man als Beifische ausprobieren sofern das Becken so strukturiert ist, daß sie Versteckmöglichkeiten haben, die von den Schildis nicht geplündert werden können.
Ich hattte bei meiner Schildkröte - falls das für dich vielleicht interessant sein könnte? - ziemlich lange Apfelschnecken im Becken, mit denen es sehr gut gegangen ist! Aber Lebendgebärende sind sicher auch eine gute Idee, vor allem wenn sie halbwegs Wasserpflanzen etc. zum Verstecken haben, damit dann doch wieder einige Junge aufkommen und sich der Bestand zumindest konstant hält.
Wegen dem Nitrit: auch wenn aus deiner Leitung Nitrit kommt, kann es nicht sein, dass - sofern das Becken sich daran "gewöhnt" - diese Schadstoffe trotzdem im Aquarium abgebaut werden??
Die Sache mit den Beifischen hat sich vorläufig erübrigt, da die Nitritwerte eh keine Fische erlauben. Ich werde am Montag das Umweltamt kontaktieren, mal sehen was die dazu sagen. Und bis die irgendwas unternehmen, (oder OB überhaupt) wird sicher noch dauern. Also keine Fische bei den Schildis.
Ob der Nitrit im Becken "abgebaut" wird? ...keine Ahnung, aber ich werde es mit den Fischen nicht riskieren.
Liebe Grüsse
Sascha
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Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.
(Galileo Galilei)
Das wäre interessant, wie sich das Umweltamt das erklärt, daß ein so hoher Nitritwert aus der Leitung kommt.
Evtl wäre es auch sinnvoll, das Wasser nochmal mit einem anderen Nitrittest "gegenzutesten", damit man auch sicher ist, daß der vorher verwendete Nitrittest nicht womöglich schlecht ggeicht oder überlagert ist.
Bin gespannt, was rauskommt. Wenn da tatsächlich 0,5 aus der Leitung kommt, dann ist das schon krass, auch wenn es beim Menschen dadurch noch nicht zu gravierenden Schäden kommt. Für Säuglinge gibt es jedoch gewisse Grenzwerte, die schon gesundheitsschädlich sind: Nitrat, Nitrit und Nitrosamine: Alles Wurscht?
Außerdem ist Nitrit=0,5 laut WHO bereits die absolute Obergrenze, die in Trinkwasser vorkommen darf: http://www.hassia.com/service/lexikon/details.php?id=99 In Deutschland dürfen in Trinkwasser nur 0,05 mg/L Nitrit drin sein, EU-weit gilt 0,1 mg/L als Höchstgrenze und da wäre dieser Wert von 0,5 bereits weit drüber.